Gestrickte Spültücher aus Leinengarn

Spültücher aus Leinengarn
Spültücher aus Leinengarn

Gestrickte Spültücher sieht man mittlerweile immer öfter, und ich finde, das ist eine sehr vernünftige und #nachhaltige Entwicklung, die sich allgemein durchsetzen sollte. Auch ich wollte keine Vliestücher mehr kaufen, die ich zwar auch immer mehrfach gewaschen und länger verwendet habe, aber so wirklich dauerhaft sind sie halt doch nicht. Also habe ich angefangen zu experimentieren: Unterschiedliche Größen für die Tücher, verschiedene Nadel- und Materialstärken, verschiedene Garne. Diese Spültücher hier sind aus reinem Leinen gestrickt. Die meisten gestrickten Spültücher sind aus Baumwolle. Grundsätzlich ok, aber ich habe schon vor geraumer Zeit meine Vorliebe für Leinen entdeckt (genauer gesagt, als ich unseren #wohnwagen renoviert habe und viele Bezüge aus Leinenstoff genäht habe). Leinen ist griffig, stabil, robust – und hat einen so einzigartig natürlichen Charme. Aus Stoffresten meiner Leinenbezüge habe ich Geschirrtücher genäht und festgestellt, dass die Leinentücher schneller trocknen als vergleichbare Baumwolltücher. Dasselbe gilt für Spültücher. Außerdem ist die Leinenfaser etwas härter als Baumwolle. Dadurch sind auch die Spültücher etwas griffiger, ohne dass sie dabei unangenehm rau wären. Ich finde, sie sind genau richtig. Ich halte es für sinnvoll, lieber viele kleine Tücher anzufertigen als wenige große. So hat man immer einen kleinen Vorrat, und ein kleines Tuch wird eben auch schneller trocken. Während man eins in Gebrauch hat, hat man noch Tücher als Vorrat. Und meine Tücher habe ich wirklich intensiv getestet – für keine schmutzige Pfanne waren sie mir zu schade. Und ich habe sie bisher immer ohne Probleme wieder sauber bekommen, so dass meine anfängliche Vorsicht und Skepsis mittlerweile restlos verflogen sind…

kostenlosen Anleitungen gibt es auf Wunsch beim Leinengarn dazu.

selbstgestrickte Spultuch aus Leinengarn
selbstgestrickte Spultuch aus Leinengarn

Gehäkelte Wandkörbe an Lederschlaufen

Das Projekt, mit dem ich den ganzen Sommer über beschäftigt war (und weshalb es so selten neue Blogbeiträge von mir gab), bestand bei Weitem nicht nur aus gehäkelten Wandkörben. Es war die groß angelegte Renovierungsaktion bzw. der (nahezu) Totalumbau unseres Wohnwagens. Damit bin ich zwar noch nicht ganz fertig, aber „ich sehe Land“. Es fehlen nur noch einige Feinheiten (aber die dauern ja bekanntlich am längsten). Ich denke, das Wohnwagenprojekt wird deutlich mehr werden als nur ein Blogbeitrag. Das gibt wahrscheinlich eine ganz neue Blog-Serie. Einen kleinen Vorgeschmack muss ich trotzdem schon mal geben. Und zwar sind das diese kleinen gehäkelten Wandkörbe, die man genauso gut auch in der „richtigen“ Wohnung für Bad,  Küche, Kinderzimmer oder Flur verwenden kann:

Wandkörbe an Lederschlaufen
Wandkörbe an Lederschlaufen

Diese kleinen Häkelkörbchen sollen zukünftig unsere Tassen auch während der Fahrt sicher halten. Ob das klappt, wird sich zeigen. Notfalls muss noch eine kleine zusätzliche Sicherung her. Aber da fällt mir bei Bedarf bestimmt etwas ein. Ich werde es erst mal testen – es sind ja Blechtassen…..

Schön & praktisch

…sollte es werden.

Der Gedanke dahinter war ein praktischer (und das kennt jeder, der schon mal mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs war): Ich wollte Platz schaffen in Schränken und Schubladen.

Wandkorb mit Lederhalterung
Wandkorb mit Lederhalterung

So ein Wohnwagen braucht meiner Meinung nach beides: Alles muss einen praktischen Nutzen haben – aber es muss mir eben auch optisch gefallen. Und das war das Problem mit unserem Anfang-der-Neunziger-Jahre-Wohnwagen….Er war ja durchaus nicht völlig unpraktisch…., aber  doch ziemlich hässlich. Jahrelang habe ich mich damit arrangiert. Und dieses Jahr gab es keinen Urlaub – dieses Jahr wurde renoviert. Und wie das immer ist: Wenn man vorher schon wüsste, wie viel Arbeit da auf einen zukommt….., man würde niemals anfangen. Aber jetzt bin ich doch froh, dass ich mich daran gewagt habe. Beim Umbau habe ich mich aber nicht nur auf die optischen Details gestürzt, sondern auch viele Kleinigkeiten verändert, die eben doch nicht so praktisch waren. Über die Jahre sammelt  man so seine Erfahrung – und auch das ausgeklügelteste Wohnwagenkonzept bewährter Hersteller geht manchmal am individuellen Bedarf vorbei. Und dann muss man eben selbst „nachlegen“.

Das komplette  DIY-Projekt kommt im nächsten Frühjahr dann auch mit sämtlichen Ideen und den passenden Textilo-Anleitungen als eigenes Heft – und sicher auch mit einigen Blogbeiträgen.

Die Lederschlaufen habe ich seit heute schon mal als Set im Shop. Wer gleich mehr davon benötigt, der bekommt die Lederbänder auch als Meterware – da brauchst du dann nur eine Lochzange (gibt´s im Baumarkt ) oder eine Lochstanze und einen Hammer (auch im Baumarkt) und ein paar Schrauben.

Für ein Häkelkörbchen in Tassengröße braucht man nicht ganz ein Knäuel Original Textilo Stripe (hier im Farbton Hellgrau-melange). Da kann man übrigens auch prima mit Resten aus der „Restekiste“ arbeiten. Korbanleitungen findest du in mehreren Anleitungsheften. Diesen Tassenkorb kannst du im Grunde nach der Schiffchenanleitung aus dem Heft „Textilgarn“ in etwas verkleinerter Form häkeln (ich habe einen 10mm Häkelhaken verwendet, damit die Körbe schön stabil werden), aber man kann genauso auch einen kleinen runden Korb häkeln und als Wandkorb verwenden. Dafür haben wir eine Anleitung in Heft 3. Oder du häkelst einfach darauf los….viel schief gehen kann eigentlich nicht. Und Textilgarn kann man so oft wieder aufmachen, wie man mag (oder muss). Also: Nur keine Angst vor Häkel-Experimenten.