Strickteppich & Häkelteppich

„Strickteppich & Häkelteppich für verschiedene Wohnbereiche“ – zu diesem Thema habe ich hier einige Projekte unserer Kunden zusammengestellt.

1. Großer Strickteppich von Carin Felder:

Strickteppich von Carin Felder
Strickteppich von Carin Felder

Carin hat Ihren Teppich in einzelnen Bahnen gestrickt und dabei mit den verschiedenen Farben so gespielt, dass dieses grafische Muster dabei heraus kam. Damit das gelingt, muss man schon eifrig zählen und aufpassen, dass immer alle Übergänge passen. Aber das Ergebnis überzeugt:  Ein einzigartiger Teppich. Modern und zeitlos zugleich, finde ich. Der Teppich ist 1,80 x 2,40 m groß (und dürfte ca. 20 Kg wiegen!).  Carin hat NewLine Textilgarn verwendet. Genauso könnte man aber auch Original Textilo Stripes nehmen.

Strickteppich von Carin Felder
Der erste „Testlauf“?

Und dann habe ich da noch zwei tolle Häkelteppiche von Natalie. Ich selbst häkele diese Muster nicht, weil mir das viel zu kompliziert ist: Ständiges Zählen und immer aufpassen ist mir auf Dauer zu anstrengend. Deshalb häkele ich nur glatte Teppiche. Aber diese Werke von Natalie zeigen, dass sich so viel Arbeit doch lohnt:

Häkelteppiche von Natalie
Häkelteppiche von Natalie

Materialverbrauch:

Der weiße Teppich ist 120cm im Durchmesser / Verbrauch: 8 x 500g Newline-Textilgarn.  Der Türkis geringelte Teppich hat 150cm Durchmesser/ Verbrauch dafür:  3 x NewLine-Türkis, 3 x Newline-Grau, 3,5 x Newline-Weiß. Nadelstärke 10mm.

Auch Natalie hat ihre Teppiche mit NewLine-Textilgarn gehäkelt. Grundsätzlich kann man sowohl NewLines oder Creativos als auch Original Textilo Stripes für Teppichprojekte verwenden. Man sollte aber bedenken, dass die elasthanhaltigen Garne (wie NewLines oder Creativos) immer noch etwas schrumpfen.  Sie sind nämlich recht stramm gewickelt, d.h., sie sind in gedehntem Zustand auf der Rolle. Während und nach der Verarbeitung zieht das enthaltene Elasthan sie dann auf ihr „Normalmaß“ zusammen. Das gilt übrigens für die meisten Importgarne.  Gerade bei „Lochmustern“ ist das zu bedenken. Also: besonders locker arbeiten oder eine größere Häkelnadel verwenden. Natalie hat eine 10mm Häkelnadel verwendet (ich denke, eine 12er würde aber auch gut passen).

Original Textilo Stripes enthalten kein oder kaum Elasthan, sind insgesamt noch etwas robuster und – dadurch, dass sie nicht mehr schrumpfen – auch etwas sparsamer im Verbrauch. Wobei der Verbrauch aber immer auch mit der Dicke des Materials zusammenhängt: Wenn das Material etwas dicker ist, dann braucht man auch etwas mehr davon (erhält aber dafür auch einen besonders schönen dichten und voluminösen Teppich. Ist das Material dünner, was bei Textilgarn ja auch vorkommen kann, hat es mehr Lauflänge und der Teppich wird bei gleichem Gewicht größer (aber eben auch dünner). So hundertprozentig kann man es also nie im Vorfeld kalkulieren, weil Textilgarn keiner Norm entspricht, was die Materialstärke betrifft. Aber unsere ungefähren Richtwerte kommen meist ganz gut hin (siehe auch bei unseren Einkaufslisten für DIY-Projekte).

 

Und last but not least, habe ich hier noch den Häkelteppich von Oliver Meissner:

Häkelteppich von Oliver Meissner
Häkelteppich von Oliver Meissner

Auch dieser Teppich ist mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie man mit einem selbst gehäkelten Teppich den verhandenen Platz perfekt ausnutzen und dabei auch das farbliche Konzept des Raumes aufgreifen kann. Sehr gelungen!

Und hier gleich noch ein weiterer Häkelteppich von Oliver Meissner, gehäkelt mit  Original Textilo Stripe Dunkelblau W und Hellblau W:

Häkelteppich von Oliver Meissner
Häkelteppich von Oliver Meissner

Vielen herzlichen Dank für die schönen Fotos!

 

 

 

Gestrickte Decke aus Bändchengarn

Mit meiner neuen Strickdecke aus Bändchengarn kann der Sommer kommen (da ja erfahrungsgemäß auch der Sommer durchaus manchmal etwas kühlere Tage für uns bereit hält). Mit dieser Decke bin ich gerüstet. Sie wärmt, ohne dass man ins Schwitzen gerät. Genau richtig.

Strickdecke und Kissen
Strickdecke und Kissen

Diese moderne Grobstrick-Decke und die Kissen passen doch super zu dem 80er Jahre-Metallstuhl?! Viele Jahre hat er auf dem Dachboden verbracht und darauf gewartet, dass diese Art Stuhl wieder modern wird. Und Mode ist ja so berechenbar. Es braucht nur Geduld. Nun wird es Zeit, dass dieses altgediente Möbelstück wieder zu neuen Ehren kommt, fand zumindest meine große Tochter, die ihn neulich spontan „wiederbelebte“, indem sie ihn in ihr Zimmer holte. Und „aus alt mach neu“ ist ja sowieso unsere Devise (und in diesem Fall hat ein kurzes Entstauben dafür ausgereicht). Wer von uns beiden allerdings letztendlich die Decke bekommt, das ist noch nicht abschließend geklärt.

Strickdecke aus Bändchengarn
Strickdecke aus Bändchengarn

Für die Decke habe ich Bändchengarn XL extrabreit verwendet (hier im Farbton „Stone“), insgesamt fünf Rollen. Sie misst ca. 130 x 170 cm – ist dabei aber in jede Richtung ziemlich weit dehnbar. Gestrickt mit 12 mm-Rundstricknadeln im Patentmuster.

Genauso gut könnte man aber auch im Perlmuster arbeiten: eine Masche rechts und eine links im Wechsel und in der Rückreihe jeweils um eine Masche versetzt dasselbe, so dass immer abwechelnd eine rechte und eine linke Masche sichtbar sind – das geht auch, liegt genauso schön glatt und ist noch einfacher:

Bändchengarn im Perlmuster gestrickt
Bändchengarn im Perlmuster gestrickt

Hier hatte ich ursprünglich mit 15 mm-Rundstricknadeln gearbeitet, fand es jedoch etwas zu locker. Deshalb würde ich auch hier eher 12 mm-Rundstricknadeln empfehlen.

Natürlich kann man für eine solche Decke auch Bändchengarn XL verwenden (da gibt es ab heute übrigens auch mehrere neue Farben!). Aber es kann sein, dass man damit eine Rolle mehr benötigt für dieselbe Größe, da es etwas weniger Lauflänge hat (bei auch etwas höherem Baumwollanteil). Optisch wird es jedenfalls keinen besonderen Unterschied ausmachen. Da ist dann vielleicht einfach die Farbe ausschlaggebend, die einem bei dem einen oder anderen Garn am besten gefällt. Die Nadelstärke 12 sollte auch passen.

Die Verwendung des Patentmusters hat für die Decke folgende Vorteile:

    1. Es sieht auf beiden Seiten gleich aus, so dass man keine Vorder- und Rückseite hat (das gilt aber auch für das Perlmuster).
    2. Außerdem meine ich, dass man weniger Material braucht, als wenn man z.B. im Rippenmuster stricken würde. Das würde zwar ähnlich aussehen, aber Rippenmuster ist eben „Bündchenmuster“, d.h. dass es sich insgesamt etwas zusammenzieht und bei Bedarf dehnbar ist. Dadurch würde die Decke kompakter und eben kleiner werden – bei gleichem Materialverbrauch. Deshalb bietet sich das lockere Patentmuster für Decken und alles, was schön locker fallen soll, an (für Teppiche würde ich eher zum Rippenmuster raten, weil das mehr Formstabilität bringt – aber eine Decke soll locker fallen und nicht starr herumliegen).
    3. Patent ist einfach und schnell gestrickt – auch wenn der Name vielleicht anderes vermuten lässt. Das Einzige, was einem nicht passieren sollte beim Patent: Man sollte keinen Fehler machen, der einen zum Aufmachen eines Teilstücks zwingt. Es ist nämlich sehr schwer, danach wieder die Nadel in die Maschen und Überschläge zu fädeln (das Problem hat man beim Perlmuster übrigens nicht). Aber notfalls geht auch das. Also: nur keine Angst vor diesem „patenten“ Muster.
Sofa-Strickdecke im Patentmuster
Sofa-Strickdecke im Patentmuster

Ich finde ja, auf dem Sofa macht sie sich auch ganz gut….